Frische Mitteilungen - der Gemeinde-Newsletter

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Viele haben die Nachricht vom Berliner Senat sicherlich mit Freude aufgenommen: Ab dem 4. Mai dürfen in der Hauptstadt wieder Gottesdienste abgehalten werden. Jedoch mit maximal 50 TeilnehmerInnen und unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln. Und genau da wird es dann auch kompliziert. Zumindest für uns als Freikirche. Wir haben keinen großen Kirchenbau mit breiten Flügeltüren und wir verbinden mit Gottesdienst vor allem auch Gemeinschaft und Austausch. Und so ergeben sich eine Reihe von Maßnahmefragen, die wir im Vorfeld klären müssen, bevor wir tatsächlich bei uns Gottesdienste feiern können. So gerne wir auch wieder zusammenkommen wollen, sollten wir in dieser Zeit besonnen und wachsam agieren. Deshalb können wir derzeit noch nicht sagen, wann wir unseren ersten öffentlichen „Corona-Gottesdienst“ im Gemeindehaus feiern können. Nächste Woche gibt es an dieser Stelle vielleicht schon mehr zu sagen.

Audio-Gottesdienste gibt es von uns natürlich weiterhin jede Woche, und zwar hier.

In dieser Newsletter-Ausgabe gibt es vor allem Frische Mitteilungen über (fast) alles, was gerade so im Gemeindehaus passiert. Gottesdienste und andere Gruppenangebote können es ja nicht sein. Was ist es dann?


Was passiert im Gemeindehaus 1 – Grundreinigung

Gemeindehaus leer

Die Reinigungsfirma, die auch sonst für die Sauberkeit in unseren Räumen sorgt, nutzt den wortwörtlichen Freiraum, um eine Grundreinigung der Böden und Fenster vorzunehmen.


hoffnungsvoll m

Gerade jetzt brauchen wir Hoffnungszeichen, die Mut und Glauben stärken. An dieser Stelle werden jede Woche kleine hoffnungsvolle Alltagsgeschichten erzählt. Die heutige Begebenheit kommt Sabine V.:

Sabine hatte vor kurzem einen Krankenhausaufenthalt. Der war recht turbulent, was die Diagnosen und anschließenden Entwarnungen anging. Das ist allerdings eine andere Geschichte. Ihre Hoffnungsgeschichte entstand vor dem Weg ins Krankenhaus. Da gab es für Sabine lange Momente der Ungewissheit. Gerade heimgekehrt vom Hausarzt ging es ihr immer noch sehr schlecht. Wartend auf die Diagnoseergebnisse und die weiteren Maßnahmen erhielt sie einen Anruf von einer Glaubensschwester. Als diese von ihrem Befinden erfuhr, sprach sie ein Gebet und bat Gott um eine schnelle Klärung der Situation. Kurz nach dem Telefonat wurde Sabine mitgeteilt, dass sie ins Krankenhaus für weitere Untersuchungen muss. Das empfand sie als eine prompte Gebetserhörung. Nun ist sie wieder zuhause und ihr geht es deutlich besser.

Vielen Dank, Sabine, dass ich diese Hoffnungsgeschichte hier weitergeben durfte. Wer auch eine mutmachende Geschichte erlebt hat, darf sie gerne mit uns teilen und an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! schicken. 


Was passiert im Gemeindehaus 2 – Wohnung

Wohnung

Seitdem klar war, dass die Pastorenfamilie aus der Gemeindewohnung ausziehen wird, wurde über eine passende Weiternutzung nachgedacht. Nun soll es eine christliche Studenten-Wohngemeinschaft werden. Seit Mitte Februar werden geeignete Kandidatinnen oder Kandidaten gesucht. Die Corona-Krise hat uns auch hier die Planung durcheinander gebracht. Ein paar Bewerbungen sind eingegangen, aber nicht alle sind für unsere Gegebenheiten passend. Noch ist kein Zimmer vermietet und es darf sich weiter beworben werden. Alle Infos dazu sind hier zu finden.  


Madagaskar Teil 3

Joh

Unser diesjähriger Kandidat im Freiwilligen Sozialen Jahr Johnniah Raveloson kommt aus Madagaskar. Im dritten Teil seines Berichts erzählt er von seinem Leben in Madagaskar. 

"Ich stehe jeden Tag um 5 Uhr morgens auf, erst bete ich, dann dusche ich und mache mich fertig. Gleichzeitig bereitet meine Mutter unser Mittagessen vor und steht früher auf als wir um 4 Uhr morgens. verwendet natürlich Kohle, Gas ist für uns viel teurer. Um 6 Uhr morgens frühstücke ich. Unser Frühstück besteht normalerweise aus Reis mit Eiern oder Reis mit trockenem Fleisch "variiere sosoa sy kitoza". Nicht zu vergessen, das Chili auf dem Essen. Und wenn ich fertig bin, gehe ich von zu Hause zu meiner Universität. Ich habe noch 3 km Straße vor mir, bevor ich mit dem Bus fahre. Und mit dem Stau und all den Hindernissen auf den Straßen hat es vielleicht 3 Stunden von zu Hause zu meiner Universität gedauert. Als ich mein „Abitur“ hatte, hat mein Vater mir zum Glück ein kleines Auto für die Fahrt zur Universität angeboten. Aber unter einer Bedingung: wenn ich die Möglichkeit habe, soll ich mein Benzin selbst bezahlen, zum Beispiel wenn ich mein Geld von der Universität bekomme oder ich meinen Vater als Fahrer in der Autovermietungsagentur vertrete, in der mein Vater arbeitet. Das heißt, dass ich nicht jeden Tag, sondern nur vier Mal im Monat mit dem Auto fahren kann. Die anderen Tage muss ich 3 km zu Fuß laufen und dann 3 Stunden mit dem Bus fahren. 

Einmal mittags, während der Mittagspause, esse ich, was meine liebe Mutter für mich vorbereitet hat. Es ist notwendigerweise Reis mit etwas dazu in einer kleinen Dose und eine Flasche Wasser von zu Hause. Und bitte beachten Sie, dass mein Essen mittags nie heiß ist. Und am Abend essen wir alle gegen 19 Uhr zusammen zu Abend. Der Moment am Tisch am Abend ist der magischste Moment, ich vergesse alles, was ich tagsüber ertragen habe und ich genieße, wenn ich mit meiner Schwester, meinem Bruder und meinen Eltern zusammen bin. Manchmal essen wir keinen Reis, wenn wir keinen mehr haben, sondern Maniok mit Milch und Pistazien. Aber Maniok ist wirklich lecker, wenn wir ihn essen. Am Tisch mit der Familie macht mein Vater immer Witze am Tisch, er würzt es auf.

Und hoffentlich endet unser Familienabend immer mit dem Gebet und danach alle im Bett. Bei uns ist das Haus wie ein Hotel, wir gehen zu früh aus und kommen sehr spät zurück und dann essen und schlafen wir?

Unser Leben in Madagaskar war überhaupt nicht einfach, aber ich war mit meinen Lieben zusammen, ich war gut umgeben und wir unterstützen uns gegenseitig.

Dass ich hier in Berlin sein kann, ist ein großes Glück und ich muss es ausnutzen. Zum Beispiel ist es mein erstes Mal, dass ich eine Waschmaschine benutze. Das ist alles neu für mich. Mein Vater und meine Mutter geben ihr Leben und ihr ganzes Geld für mich. Ich habe großen Respekt vor ihnen und deshalb muss ich mich immer zum Guten weiterentwickeln. Sie müssen stolz auf mich sein. Mein Vater sagt mir immer, dass du das beenden musst, was du begonnen hast. Ich habe einen Traum im Leben wie alle anderen, aber ich habe keine Wahl, es ist Gott, der entscheidet."


Was passiert im Gemeindehaus 3 – Garten

Gemeindegarten 1

Auch unser schöner Gemeindegarten ist derzeit verwaist. Unser FSJ’ler Johnniah, von dem wir auch die Madagaskar-Berichte lesen können, hat die Gartenschere angesetzt und viele Sträucher nach vielen Jahren des Wachstums wieder zurückgestutzt. Nun sieht manches Gewächs etwas kahler, aber auch kultivierter aus.


Unterstützung Christliches Zentrum Stettin

Stettin

In dieser Woche tagte die Gemeindeleitung zu einer Telefonkonferenz. Viele Themen, die in diesem Newsletter angesprochen wurden, bewegten uns auch dort. Ebenso haben wir dort einmütig beschlossen, die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Stettin, eine der ältesten Baptistengemeinden im (damals) deutschsprachigen Raum, mit einem Darlehen von 1.000,- Euro und einer Spende von 500,- Euro bei der Grundsanierung des altehrwürdigen Gemeindehauses zu unterstützen. Dort entsteht ein christliches Zentrum für internationalen und interkulturellen Austausch, besonders zwischen Ost- und Weststaaten im europäischen Raum. Weitere Informationen zur Gemeinde Stettin findet ihr hier.


Und zum Schluss nicht vergessen:

Gott ist stärker. Gott ist da. Für uns.

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Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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