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29 Nov 2020
10:00AM - 11:00AM
Gottesdienst

Liebe Gemeindegeschwister und -freunde,

die Winterzeit beginnt mit einem Paukenschlag. Im November erleben wir wieder eine deutliche Einschränkung des öffentlichen Lebens. Die Gründe dafür sind uns allen bekannt. Corona beschäftigt uns schon seit vielen Monaten und es wird uns wohl auch noch viele weitere Monate beschäftigen. Trotzdem wir in unserem Land bisher ganz gut durchgekommen sind, ist die Anspannung und Sorge um die eigene Gesundheit und die, der Verwandten, fast überall spürbar, zumal die Infektionszahlen rasant ansteigen. 

Die am 28. Oktober von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen haben im Wesentlichen das Ziel, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu beschränken. Der Aufenthalt in der Öffentlichkeit ist daher nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes, jedoch in jedem Falle maximal mit 10 Personen gestattet. Die Bürgerinnen und Bürger sind aufgefordert, generell auf nicht notwendige private Reisen und Besuche zu verzichten. Nach Ablauf von zwei Wochen werden Bund und Länder sich erneut beraten und notwendige Anpassungen vornehmen.

Im Gegensatz zu den allermeisten Kultureinrichtungen und der Gastronomie sind Gottesdienste - mit Hinweis auf das hohe Gut der Religionsfreiheit – weiterhin erlaubt. Wenn wir uns bewusst machen, wie viele Menschen aus unterschiedlichen Haushalten in den Gottesdiensten zusammenkommen, dann sollte uns das wachsam dafür machen, mit der geschenkten Gottesdienst-Freiheit äußerst sorgsam und umsichtig umzugehen. In einer Sondersitzung der Gemeindeleitung haben wir deshalb folgende Entscheidungen getroffen:

  • Solange wir es verantworten können, sollen unsere Gottesdienste stattfinden. Die Gottesdienste am 02.11., und 08.11. (um 17 Uhr!) werden in jedem Fall stattfinden. Dann werden wir die Lage neu bewerten müssen.
  • Bei den Gottesdiensten werden wir noch mehr auf die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln achten müssen.
  • Auch während der Gottesdienste wird ein Mund-Nasen-Schutz getragen.
  • Auf Gemeindegesang und das gemeinsame Abendmahl wird weiterhin verzichtet.
  • Alle weiteren Gruppenveranstaltungen der Gemeinde können nicht stattfinden.

So sehr wir uns darüber freuen können, dass wir vorerst weiter Gottesdienst feiern können, ist es bitter, dass alle weiteren glaubensstärkenden und gemeinschaftsfördernden Treffen – zumindest im November – nicht stattfinden können. Ich denke dabei zum Beispiel an ein Gemeindeforum, bei dem über die Mitarbeiterklausur berichtet werden sollte und ich gerne mit euch über die Chancen der derzeitigen Gemeindesituation diskutiert hätte. Außerdem hätte ich mir ein Treffen der 55+-Gruppe gewünscht, um auch über die Zukunftsaussichten dieser Gruppe zu beratschlagen. Möglich wäre auch ein regelmäßiger Termin für eine „offene Gemeinde“ gewesen, in Anlehnung an die Idee der Sommernachmittage im „offenen Gemeindegarten“. All das müssen wir verschieben. Schon vor den neu getroffenen Maßnahmen haben wir uns schweren Herzens dazu entschieden, den Winterspielplatz in dieser Saison auszusetzen.

Der Generalsekretär unsers Gemeindebundes (BEFG), Christoph Stiba, hat im aktuellen Bundes-Newsletter folgende mutmachende Worte geschrieben: „Die Kirche lebt in ihren Gliedern und nicht in ihren Gemeindehäusern. Die Attraktivität des Evangeliums hängt nicht von unseren Veranstaltungen ab, sondern davon, dass wir Jesus Christus bezeugen und unser Leben aus dem Vertrauen in ihn sowie in seiner Gesinnung gestalten.“ Jesus Christus ist die Mitte der Kirche, nicht das Gemeindehaus. Auch auf Abstand können wir zusammenrücken, indem wir miteinander in Kontakt bleiben und aufeinander achthaben. Dazu gehört auch, dass wir uns nicht in Diskussionen über die Corona-Maßnahmen aufreiben, sondern unsere Energie auf das richten, was die Hoffnung mehrt, der Liebe Raum gibt und den Glauben fördert. Wer sonst sollte das tun, wenn nicht wir, die wir unser Leben auf Glaube, Liebe und Hoffnung gründen (wollen), in fröhlichen wie schweren Zeiten. Diese dreifache Gründung des Lebens finden wir in Jesus Christus, der uns zuspricht: Macht euch keine Sorgen. Euer himmlischer Vater weiß, was ihr braucht. (nach Mt. 6,31-32).

So wünsche ich uns mit Blick auf die vor uns liegenden Novemberwochen, dass wir sorgsam, aber nicht sorgenvoll; vertrauensvoll, aber nicht achtlos; guten Mutes, aber nicht gehetzt miteinander unterwegs sind.

Mit herzlichen Grüßen aus der Gemeindeleitung,

Pastor Thomas Bliese

Berlin, den 29.10.2020

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